IVEN KRUSE

Ein weiteres Element im Schaffen des Iven Kruse ist das Wortspielerische, das Zarte, das Lyrische. Schon früh begann Kruse Gedichte zu schreiben. Als Dichter ging er vom romantischen Naturalismus aus. Die französischen und russischen Dichter, Daudet, Maupassant, Turgenjew und Tolstoi waren in mancher Hinsicht seine Lieblingsdichter und Vorbilder. Zeitlebens sehr verbunden fühlte er sich zudem mit Eduard Mörike. Dabei war jede Berührung mit der Landschaft für ihn auch Berührung mit einem lebendigen Organismus. Aus dieser wahren und ganz unmittelbaren Beziehung zur äußeren Natur sind unzählige Gedichte entstanden. Dabei gehörte er zu den romantischen, weltabgewandten Dichtern, die inneren Stimmungen nachgeben und nachgehen. Natur- und Heimatverbundenheit und wiederum Sozial- und Zeitkritik spiegeln sich in ihnen wieder, die in Zeitschriften verstreut abgedruckt, z.T. aber auch gar nicht publiziert wurden. Dabei zeigen besonders seine hoch- und niederdeutschen Balladen besondere Könnerschaft.